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Durch  frühzeitige Defibrillation Herztod vermeiden

Herzerkrankungenhäufigste Todesursache 

Herzerkrankungen stellen in den weitaus meisten Industrienationen die häufigste Todesart dar. In den USA z. B. starben 2007 - nach den Zahlen des U.S. National Center for Health Statistics - 616.067 Menschen  an unterschiedlichsten HerzkrankheitenZahl der Todesfälle gesamt 2.423.712. In Deutschland verstarben 2009 287.842 Personen. an einer Herzkrankheit -  bei einer Gesamtzahl von in 2009 Verstorbenen  von  854.544 Personen - Zahlen Statistisches Bundesamt. Die in weiten Kreisen der Bevölkerung im Bewusstsein vorherrschende Todesart Krebs liegt mit 216.128 deutlich an zweiter Stelle

Kammerflimmern häufigster Auslöser für plötzlichen Herztod 

Nach Aussage der AHA (American Heart Association) handelt es sich bei ca. 310.000 Personen um den sog. "sudden cardiac death" (SCD), den "plötzlichen Herztod".  Nach Erfahrungen der AHA wird in der weit überwiegenden Anzahl hierbei der Tod durch ventricular fibrillation (VF) (Kammerflimmern) herbeigeführt. Es existiert jedoch weder eine exakte Statistik hinsichtlich der Anzahl der Todesfälle durch  "sudden cardic death" noch für den Anteil von ventricular fibrillation.

Eine exakte Erfassung der Anzahl der durch plötzlichen Herztod Verstorbenen bzw. von Kammerflimmern als Todesursache existiert auch in Deutschland nicht. Legt man aber die Zahlen der AHA aus den USA zu Grunde, so ist in ca. 50 % der Fälle "plötzlicher Herztod" anzunehmen, somit bei ca. 144.000 PersonenInterpretiert man die Formulierung "weit überwiegend" mit 70 – 80 %  so wird in ca. 100.000 bis 115.000 Fällen der Tod durch Kammerflimmern herbeigeführt.

Kammerflimmern kann nur durch Defibrillation durchbrochen werden.

Kammerflimmern ist eine Störung im elektrischen Erregungssystem des Herzens, eine Art elektrischer Kurzschluss der im Taktgeber des Herzens, dem sog. Sinusknoten,  zu chaotischen  elektrischen Aktivitäten und damit zu extrem schnellen, extrem unregelmäßigen und sehr schnell schwächer werdenden Herzschlägen, zum Flimmernführt. Es gibt eine Reihe, aber eher üblicher, Risikofaktoren -  warum es letztlich zum Kammerflimmern kommt ist jedoch bis heute unbekannt. Ca. 50 % der betroffenen Personen waren bis zum Vorfall auch keinerlei Herzprobleme bekannt.

Kammerflimmern führt zum sofortigen Zusammenbruch des Kreislaufs  d.h. das Herz fördert keinerlei Blut mehr in den Organismus. Der Betroffene ist nicht mehr ansprechbar und gibt keinerlei Lebenszeichen von sich. Die einzige Möglichkeit Kammerflimmern zu beenden ist ein  Defibrillationsschock. Wird nicht defibrilliert, so treten nach ca. 5 Min. erste Hirnschäden infolge Sauerstoffmangels auf und nach ca. 12 - 15 Min. führt Kammerflimmern zum Tode. (Kammerflimmern ist nicht mit dem zwar unangenehmen und sich durchaus bedrohlich anfühlenden, aber im Prinzip ungefährlichen Vorhofflimmern zu verwechseln.) Da jede Art von Herzproblemen in Kammerflimmern münden kann sollte immer bei ersten Anzeichen sofort der Notarzt angerufen werden.

Je früher defibrilliert wird, desto höher sind die Überlebenschancen des Betroffenen.  

Ist kein Defibrillator vor Ort, bzw. als begleitende Maßnahme bis ein Defibrillator vor Ort ist, sollte in jedem Fall eine tiefe und schnelle Herzdruckmasage auf der Mitte des Brustkorps ausgeführt  werden. (Nach den Leitlinien 2010 der AHA mindestens 5 cm Eindrücken des Brustkorbs und mit mindestens 100 Drücken in der Minute - sind Sie nicht gerade Hochleistungssportler heißt das, dass Sie falls keinerlei Hilfsmittel zur Hand sind , so tief und so schnell Sie können und möglichst ohne Unterbrechung drücken sollten bis der Rettungsdienst eintrifft bzw. ein Laiendefibrillator vor Ort ist.)

Wie funktionieren Defibrillatoren - Was bewirkt ein Defibrillator

Ein Defibrillator ist ein elektrisches Gerät, gespeist durch eine Batterie (nicht aufladbar) oder einen Akku (wieder aufladbar) das einerseits in der Lage ist, die Herzströme exakt zu messen und auszuwerten und andererseits einen definierten, extrem kurzen aber sehr starken elektrischen Schock abzugeben.

Moderne Defibrillatoren funktionieren dabei nach dem sog. biphasischen Prinzip; d.h. der elektrische Impuls "läuft" von der einen Elektrode zur anderen und zurück. Damit konnte bei gleicher bzw. besserer Wirksamkeit gegenüber dem sog. monophasischen Schock - nur in eine Richtung - die eingesetzte Energie deutlich gesenkt werden, so dass bei optimaler Impulsgestaltung - nicht alle Defibrillatoren sind gleich bzw. arbeiten mit identischen Impulsen - durch den Schock praktisch keine Nebenwirkungen gegeben sind. Zusätzlich passen moderne Defibrillatoren den Schock dem jeweiligen Patienten an (Impedanzangepaßt), so dass am Herzen bei allen Personen - dicken und dünnen - eine identische Wirksamkeit erzielt wird.

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Defibrillatoren ist die Schockschnelligkeit, sowohl für den Erstschock als auch den Folgeschock nach Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Vorallem der Schockschnelligkeit nach HLW kommt erhebliche Bedeutung bzgl. der Erfolgsaussichten zu. Durch die HLW wird die - noch vorhandene - Herzaktivität unterstützt, so dass ein Defibrillationsschock auch nach mehr als 4 Minuten noch Aussichten auf Erfolg hat. Diese Unterstützung bricht aber nach Beendigung der Herzdruckamssage sehr schnell, bereits ab 10 Sekunden nach HLW-Unterbrechung, weitgehend wieder zusammen, so dass die Überlebenschancen durch einen Zweitschock massiv eingeschränkt werden, wenn der Zweitschock erst nach einer längeren Zeit erfolgt.

Alle Laien-Defibrillatoren haben eine mehr oder minder ausführliche Sprachanwesiung für die Bedienung. Jeder Defibrillator gibt nur dann einen Schock ab, bzw. es kann durch den Bediener nur dann ein Schock veranlasst werden, wenn er medizinisch notwendig und sinnvoll ist - eine versehentliche Schockabgabe ist nicht möglich.

Durch diesen Schock wird kurzzeitig die chaotische elektrische Aktivität des Herzens vollständig unterbrochen und der Herztaktgeber hat die Chance, seinen normalen Takt wieder aufzunehmen. Etwas profan vergleichbar mit dem Hausmittel bei Schluckauf - der betreffende wird abgelenkt oder erschreckt - häufig hört dann der Schluckauf  auf. Beim Defibrillieren wird sozusagen die elektrische Erregung des Herzens kurzzeitig elektrisch "erschreckt". Im günstigsten Fall wird der Betroffene sofort und ohne jede weitere Nachwirkung ins Leben zurückgeholt. (In jedem Fall - auch nach erfolgreicher Defibrillation - muss aber ein Notarzt den Betroffenen an Ort und Stelle untersuchen und behandeln!!)

Um im Falle des Falles möglichst wirksam helfen zu können empfiehlt sich der Besuch eines Erste-Hilfe-Trainings - einschließlich der Handhabung eines Erste-Hilfe-Defibrillators - bei einer Rettungsorganisation Ihrer Wahl.

© www.herztod-nein.de | letztes Update am 30.03.2014