Zu unserem Shop
(Ein Klick auf das Bild führt Sie zum Angebot)

Philips Heartstart Defibrillatoren FR2, FRx, HS1

Defibrillator Philips Heartstart HS1 mit Wandkasten - Wallmount - mit Notöffnung

 

 

 Biosign HRV-Scanner zur umfassenden HRV Analyse

HRV-Frequenzbild-Langzeitmessung

Qiu - Computerunabhängiges Biofeedback Gerät

 

 

 

 

 

 

boso ABI-system 100 - ABI-Messung präzise, einfach, schnell, wirtschaftlich 

 

 

 

Herz-Raten-Variabilität

Wie wir wissen, funktioniert das Herz autonom. Die Feinregulation des Herzens erfolgt über das sog. vegetative Nervensystem. Mittels Sympathikus und Parasympathikus wird im Organismus ein Gleichgewicht hergestellt (Homöostase) bzw. ihm ermöglicht, auf innere und äußere Anforderungen angepasst zu reagieren.

Da laufend äußerst vielfältige innere und äußere Reize auf unseren Organismus einwirken, ist ein immerwährender Anpassungsprozess erforderlich. Als Folge dieses Anpassungsprozesses kommt es zu laufenden Veränderung unseres Herzschlages - nicht nur bei wissentlicher Belastung. Der Sympathikus sorgt durch niederfrequente Impulse für eine Beschleunigung der Herztätigkeit und der Parasympathikus durch hochfrequente Impulse für eine Verringerung der Herztätigkeit.

Ein gesundes Herz schlägt somit nicht gleichmäßig, sondern es variiert die Herzfrequenz von Schlag zu Schlag. Diese Schlag zu Schlag Variation wird  Herzfrequenzvariabilität oder Herzratenvariabilität - Heart Rate Variability (HRV) genannt.

Seit Beginn der bemannten Raumfahrt bis heute und in Russland in der Breitenanwendung mit 10.000ten  von Menschen für Stressindexmesssung und Gesundheitsüberwachung erprobt, wird das Ausmaß der HRV zwischenzeitlich weltweit in zahlreichen medizinischen Disziplinien und bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Belastungen als frühester prognostischer Marker angesehen, stellvertretend seien hier aufgeführt: Plötzlicher Kindstod, Mortalitätsrisiko nach überstandenem Herzinfarkt, autonome Neuropathie, Depression, Übertrainingszustand, Stressbelastung, Burnout.

 

Aussagefähigkeit und Grenzen von HRV bzw. Stress-Index-Messung

Der Stressindex als Indikator für Stressbelastung ist dann aussagekräftig, wenn die Person organisch gesund ist. Bei einem hohen Stressindex können auch andere Ursachen als eine Stressbelastung vorliegen. Sind keine Stressoren erkennbar und liegt dennoch wiederholt ein stabiler hoher Stressindex vor ist eine umfassende und tiefgreifende diagnostische Abklärung zwingend geboten.

Allgemeingültige Erkenntnis ist, dass die Variabilität umso geringer ist, je stärker die Person belastet ist - sei es physisch durch hohe körperliche Anforderungen z.B. im Sport, organisch durch Krankheit oder psychisch durch Stress oder Depression. Diese Eigenschaft und andere Aspekte werden bei der Stressmessung und der Bestimmung der Balance des vegetativen Nervensystems genutzt.  Bei einer Messung der Herzfrequenzvariabilität wird der Schlag zu Schlag Abstand und die im Herzschlag nachweisbaren Frequenzen des Sympathikus und des Parasympathikus und die Frequenzanteile für Atmung und Blutdruck gemessen und ausgewertet.

Der wesentliche Aspekt, neben frühesten Hinweisen auf Gesundheitsrisikenbei HRV-Analyse bzw. Stressindexmessung ist die Vergleichbarkeit. Es können sowohl die Verarbeitungsfähigkeit von Belastungen - körperlichen und psychischen - zwischen einzelnen Individuen verglichen als auch z. B. die Entwicklung der jeweiligen Person unter therapeutischen Maßnahmen- auch medikamentösen - verfolgt und bewertet werden.

Eine Diagnose für eine bestimmte Erkrankung ist nicht möglich.

Bedingung für verlässliche Aussagen ist, dass standardisierte Messungen erfolgen und dass Messumgebung, Messgeräte etc. identisch bzw. vergleichbar sind.

Die Messungen sind nicht-invasiv. Im Prinzip handelt es sich um eine EKG-Messung mit einem EKG-Gerät mit hoher Auflösung in Ruhe oder unter definierten Anforderungen. Die Software muss jedoch die Messpunkte innerhalb der EKG-Kurve klar erkennen lassen und nötigenfalls eine manuelle Korrektur von Messpunkten und von Artefakten zulassen. (Falsche Messpunkte bzw. Artefakte verfälschen die Messung - im Regelfall wird ein zu positiver Wert ausgegeben.)

Da jedoch vielerlei Einflüsse Auswirkungen auf die HRV bzw. Stress-Index-Messung haben ist eine exakte Vorbereitung des zu Messenden erforderlich, z. B. erfassen, evtl. Absetzen von div. Medikamenten, Aussetzen von Alkohol- und Nikotinkonsum etc.

 

Was wird bei einer HRV-Messung gemessen

Die Aktivität des Herzens wird üblicherweise mittels EKG gemessen. Dabei werden die elektrischen Potentialdifferenzen gemessen, die bei den einzlenen Phasen des Herzschlags auftreten; von der Erregung der beiden Vorhöfe über die Kammererregung bis zum Abklingen. Die höchste Potentialdifferenz wird bei der Kammererregung errreicht; die sog. R-Zacke. Diese R-Zacke kann somit relativ leicht identifiziert werden. Bei der HRV-Messung, bei der ja der Abstand von Herzschlag zu Herzschlag möglichst genau - im Millisekundenbereich - erfasst werden soll wird somit der Abstand von einer R-Zacke zur nachfolgenden R-Zacke mit einem hochauflösenden EKG gemessen. Eine Messung - mit Einbußen an Exaktheit - ist ebenfalls über die Pulswelle möglich. Diese wird durch ein Lichtwellenreflexionsverfahren (Photoplethysmographie) entweder am Ohrläppchen oder an der Fingerkuppe erfasst.

 

Messungen und Messzeiten

Die HRV kann ab einer Messdauer von einer Minute - bei der sog. "respiratorischen Sinusarrhythmie" (RSA), in einer 5 Minuten Kurzzeit (Standard)-HRV-Messung (oder mind. 256 Herzschläge) und in einer Langzeitmessung - 24 Stunden - erfasst werden. Der sog. Stressindex (in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu Beginn der bemannten Raumfahrt entwickelt und validiert vom russischen Raumfahrtmediziner Prof. Roman M. Baevsky) wird in der Regel in der 5-Minuten Kurzzeitmessung ermittelt. Selbstverständlich können auch Messungen unter definierten Belastungen, z. B. Liegen/Stehen, sportliche Leistung oder intellektuellen Anforderungen erfolgen.  

Grundsätzlich können jedoch nur Ergebnisse aus gleichen Messungen verglichen werden.

 

Respiratorische Sinusarrhythmie

Die "respiratorische Sinusarrhythmie" ist im Zuge der HRV-Messung eine 1-minütige Belastungsmessung nach vorgegebener tiefer Taktatmung von 6 Atemzügen in der MInute. die Zeit für Einatmung und Ausatmung ist jeweils 5 Sekunden. Die Messung wird im Sitzen durchgeführt.

Das Herz wird durch diese spezielle tiefe Taktatmung massiv aus seinem gewöhnlichen Rhythmus gebracht. Die tiefe Atmung erhöht beim Einatmen das Lungenvolumen. Würde das Herz weiterhin nur die durchschnittliche Menge Blut bereitstellen, so sänke der Blutdruck ab. Mittels spezieller Rezeptoren (Barorezeptoren) erfolgt eine Meldung an die zuständigen Steuerungsmechanismen und das Herz erhöht sofort seine Schlagzahl, um wieder einen homöostasischen Zustand herzustellen. Es erfolgen deshalb beim Einatmen mehr Herzschläge als beim Ausatmen. Da die RSA weitestgehend vagal determiniert ist, läßt die RSA-Messung Aussagen über die Funktionsfähigkeit des Parasympathischen Nervengeflechts zu - um mit David Servan Schreiben zu sprechen - über unser Bremspedal.

 

HRV-Kurzzeitmessung

Die HRV-Kurzzeitmessung ist in der Regel eine 5-minütige Messung (mindestens 256 Herzschläge). Sie wird im entspannten Zustand im Liegen bei normaler Atmung durchgeführt.

Es wird sowohl die Aktivität des Sympathikus als auch des Parasympathikus betrachtet. Da für die wesentlichen Messergebnisse valide Vergleichswerte für das Alter der jeweligen Person vorliegen kaan quasi das "Alter des autonomen Nervensystems" der betreffenden Person eingeschätzt werden. Des weiteren wird aus den Messdaten der oben erwähnte Stressindex berechnet.

(Weitere Informationen - HRV-Schulung- HRV-Messgeräte - HRV-Biofeedback)

© www.herztod-nein.de | letztes Update am 30.03.2014